Was spricht für die sexuelle Abstinenz  (=  Enthaltsamkeit)
   3.Febr 2014

Die sexuelle Abstinenz ist zweifelsfrei die sicherste Methode zur Schwangerschaftsverhütung
und
bietet den besten Schutz
gegen Geschlechtskrankheiten.
(Dies entgegen dem, was in der Schule den Kindern gelehrt wird, wo Kondome oder "Pillen"
empfohlen werden!)

Wenn wir die sexuelle Abstinenz bewusst in unserem Leben einhalten, dann
kann dies unseren Alltag
ziemlich vereinfachen. Man kann sich anderen Bedürfnissen widmen und lebt freier und unbeschwerter.
Man kann sich über mehr andere Dinge erfreuen und hat keine Sorgen
etwas zu verpassen, oder sich
mit Vermutungen über mögliche Partner, Liebeleien oder Affären zu beschäftigen.
Zudem steigert dies unsere geistige Fähigkeiten und macht uns frei von Gewissensbissen und Aengsten.


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In der heutigen Zeit hat sich, nicht nur in der allgemeinen Öffentlichkeit, sondern auch unter den Ärzten, die Anschauung
durchgesetzt, dass der Glaube an den physiologischen Wert der Enthaltsamkeit zu den dunklen Zeiten des religiösen
Aberglaubens und der wissenschaftlichen Unkenntnis gehört, der unvereinbar mit dem heutigen physiologischen Wissen ist.
Bestimmte Pseudo-Sexologen haben diese Idee zu ihrem kommerziellen Vorteil ausgenutzt und haben in der öffentlichen
Meinung eine Phobie gegen die Enthaltsamkeit erschaffen, sie als eine gesundheitliche Gefahr und als Ursache für Nerven-
und psychische Erkrankungen dargestellt. Auf der Grundlage dieser Ansicht haben Mediziner und Psychoanalytiker die
Enthaltsamkeit als Ursache nervöser Beschwerden der Jugend angesehen und haben jungen Männern geraten, Prostituierte
aufzusuchen und Geschlechtskrankheiten als ein geringeres Übel als das Risiko der Enthaltsamkeit betrachtet.

Ein sorgfältiges Nachdenken sollte jedoch jeden aufgeschlossenen Leser davon überzeugen, dass die obige Ansicht falsch
und dass die Enthaltsamkeit als solche nicht schädlich, sondern sehr heilsam ist.
Treten trotzdem Probleme auf, wenn jemand enthaltsam lebt und keine sexuellen Beziehungen pflegt, dann liegt die Ursache
nicht an der Enthaltsamkeit, sondern an einigen sexuellen Problemen, wie etwa  den übermäßigen nächtlichen Pollutionen
(Samenergüssen), usw.. Im Hinblick auf den Reichtum des Samens an Lecithin, Cholesterin, Phosphor und anderen
Bestandteilen des Nerven- und Hirngewebes, ist es klar, dass sexuelle Zügellosigkeit für den Verlust dieser wertvollen
Nervennahrung und für das gestörte Funktionieren des Nervensystems und des Gehirns verantwortlich ist.
Diese gesundheitlichen Beeinträchtungen können aber niemals, im Gegensatz zu den unwissenschaftliche Ansichten
einiger Psychoanalytiker, durch die Enthaltsamkeit entstehen.

Wie wir wissen, bilden die inneren Sekrete der Sexualdrüsen, die Basis der individuellen physischen und geistigen Vitalität
und die Sexualhormone sind sowohl innerhalb als auch außerhalb der Hoden vorhanden. Viele der Auswirkungen, die diesen
Hormonen zugeschrieben werden, sind, wie wir gesehen haben, physiologische Auswirkungen des bewahrten Samens.
Die Bewahrung des Samens bedeutet die Bewahrung der Sexualhormone und eine erhöhte Vitalität. Der Verlust des Samens
dagegen bedeutet den Verlust der Hormone und eine verminderte Vitalität. Der chronische Mangel an diesen Hormonen
führt zu Altersschwäche.
Voronoff und Steinbach bemühten sich, diesen Vitalitätsverlust durch eine Erhöhung der Sexualhormone im Blut entgegenzuwirken.

Der Samen ist eine sämige, eiweißhaltige Flüssigkeit, mit basischem Charakter, der sehr reich an Kalzium, Phosphor, aber auch
an Lecithin, Cholesterin, Eiweiß, Nukleoproteinen, Eisen, Vitamin E, usw. ist. Bei der Ejakulation eines normalen Mannes
werden etwa 226 Millionen Spermien ausgeschieden. Diese sind reich an phosphorisierenden Fetten (Lecithinen), Cholesterinen,
dem Ursprung der Sexualhormone, Nukleoproteinen (Nukleoproteine sind Eiweiße, die strukturell mit einer Nukleinsäure
(DNA oder RNA) verbunden sind) und Eisen. Eine Unze Samen wird als gleichwertig mit 60 Unzen Blut betrachtet.
(Eine Unze ist eine nicht-metrische Maßeinheit und beträgt umgerechnet etwa 28,35 Gramm.) Der Samen enthält wertvolle
Bestandteile, die unter anderem über die Vitalität eines Menschen entscheiden. Dr. Frederick Mc Cann bemerkte zu diesem Punkt:
"Aus dem, was erklärt wurde, muss zugegeben werden, dass die Samenflüssigkeit die potentielle Möglichkeit einer vitalen
Eigenschaft besitzt, so wie es der Überzeugung der antiken Schriftsteller entsprach."

Der Samen enthält Stoffe mit hohem physiologischen Wert, vor allem in Bezug auf die Ernährung des Gehirns und des Nervensystems.
Wird der männliche Samen durch die weiblichen Genitalien aufgenommen, so hat er einen vitalisierenden Effekt auf den weiblichen
Organismus. Dasselbe geschieht im Körper des Mannes, der den Samen erzeugt und bewahrt. Umgekehrt, entzieht der Velust des
Samens dem Körper seine Vitalität und wertvolle Substanzen, wie Lecithin, die für die Ernährung der Nerven sehr wichtig sind.
Lecithin wird z.B. mit sehr großem therapeutischem Erfolg für die Heilung von Neurasthenie, einer Nervenschwäche aufgrund
körperlicher und/oder seelischer Überlastung, die die Folge sexueller Exzesse ist, eingesetzt.

Die folgenden Aufzählungen gehören zu den vielen physiologischen Beweisen, die den Wert der Enthaltsamkeit verdeutlichen:

    1. Es besteht eine bemerkenswerte Ähnlichkeit zwischen der chemischen Zusammensetzung des Samens und des zentralen
Nervensystems, die beide besonders reich an Lecithin, Cholesterin und Phosphorverbindungen sind. Dies weist darauf hin,
dass die Vergeudung des Samens, dem Körper Substanzen entzieht, die für die Ernährung des Nervensystems unbedingt notwendig sind.

    2. Übermäßiger freiwilliger Samenverlust durch Masturbation, Geschlechtsverkehr und anderen sexuellen Praktiken, ist schwächend
und schädlich für den Körper und das Gehirn.

    3. Übermäßiger unfreiwilliger Samenverlust durch nächtliche Pollution, am Tage auftretende (unfreiwillige) Orgasmen, Spermatorrhea
(Abfluß von Samen, evtl. nur Samenblasensekret, aus der Harn(samen)röhre ohne Wolllustgefühl, z.B. beim Stuhlgang oder
Wasserlassen), schwächen das Nervensystem und können Neurasthenie auslösen.

    4. Beobachtungen der unmittelbaren Folgen eines Orgasmus' weisen darauf hin, dass sie vorübergehend das Nervensystem erschöpfen.
Findet dagegen häufig ein Orgasmus statt, dann führt dies zu einer chronischen Nervenschwäche (sexuelle Neurasthenie).

    5. Enthaltsamkeit ist heilsam für das Gehirn, da es das Lecithin, welches als Nervennahrung betrachtet werden kann, bewahrt.
Aus diesem Grunde führten einige der größten Intellektuellen Genies der Antike und der modernen Zeit ein enthaltsames Leben.
Dazu gehören Pythagoras, Plato, Aristoteles, Leonardo da Vinci, Spinoza, Newton, Kant, Beethoven, Herbert Spencer, usw..

    6. Neuere physiologische Erkenntnisse, die darauf hinweisen, dass der Samen Substanzen enthält, die von großem physiologischen
Wert für den Körper sind, unterstützen die Idee der Enthaltsamkeit, die sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, wie die Experimente
von Prof. Brown-Sequard über die vitalisierende Wirkung von Hodenextrakten* und die Untersuchungen von Prof. Steinbach,
der eine Verjüngung durch den Erhalt des Samens feststellt, indem er die ableitenden Samenleiter abband, nachwiesen.
1891 untersuchte der russische Chemiker Alexander von Poehl Spermien und stellte fest, dass sie die nervenstimulierenden Substanzen
Lecithin, Cholesterin, Vitamin E, männliche Sexualhormone (Testosteron), usw. enthielten.

    *Männliche Stärke wird seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen mit der männlichen Sexualität in Verbindung gebracht.
Entsprechend bekamen die männlichen Sexualorgane und -merkmale besondere Kräfte zugesprochen. Hodentransplantationen
und -extrakte waren häufig Gegenstand von Experimenten zur Leistungssteigerung. Besonders hervor tat sich damit im 19. Jahrhundert
der französische Physiologe Charles Edouard Brown-Séquard. 1889 teilte der 72jährige froh mit, dass es ihm gelungen sei, seinem
körperlichen und geistigen Verfall während der letzten 25 Jahre mittels Injektionen drastisch entgegenzusteuern. Die Injektionen
bestanden aus Sperma und aus flüssigen Hodenextrakten von Hunden und Meerschweinchen. Quelle: Doping

    7. Führende Physiologen, Urologen, Neurologen, Psychiater, Sexualwissenschaftler, Gynäkologen und Endokrinologen unterstützen
den physiologischen Wert der Enthaltsamkeit. Zu diesen Autoritäten gehören Moll, Kraepelin, Marshall, Lydston, Talmey und andere.


Dr. Jacobson sandte zweihundert Briefe an Professoren der Physiologie, Hygiene, Geschlechtskrankheiten, Nervenerkrankungen,
Neurologie und Psychiatrie, um Rückfragen zu ihrer Meinung über die Enthaltsamkeit zu erfahren. Alle Antworten, bis auf einige
wenige Ausnahmen, erklärten die Enthaltsamkeit als förderlich für die Gesundheit. Es gab u.a. folgende Antworten:

Kreaplin sagt, dass die Enthaltsamkeit nicht schädlich ist und dass die Vorteile bei der Vermeidung von Geschlechtskrankheiten offensichtlich sind.
Gaertner ist ebenfalls der Meinung, dass die Enthaltsamkeit nicht schädlich für junge Männer ist.
Gramer schreibt, dass sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe nicht schädlich ist. Finkler antwortet, dass Enthaltsamkeit nicht schädlich
für junge Menschen ist, sondern dass sie sich im Gegenteil, heilsam auf Körper und Geist auswirkt.
Lassar denkt ebenfalls, dass die Enthaltsamkeit nicht schädlich für junge Männer ist.
Seiferts sagt, dass die Erfahrung ihm gelehrt hat, dass die Enthaltsamkeit nicht schädlich ist.
Gruber sagt, es gibt keinen Grund, warum die Enthaltsamkeit schädlich sein sollte.
Jürgensen denkt, dass die Enthaltsamkeit per se (per se = das durch und in sich Seiende) nicht schädlich ist.
Strumpell denkt, dass die Enthaltsamkeit indirekt nützlich für die Vermeidung von Geschlechtskrankheiten und nicht schädlich ist.
Hoffmann beurteilt die sexuelle Enthaltsamkeit als nützlich.
Strumpell denkt, dass die Enthaltsamkeit indirekt nützlich für die Verhütung von Geschlechtskrankheiten ist und sicherlich nicht schädlich.
Tuczek ist der Meinung, dass die Enthaltsamkeit heilsam ist.

Prof. von Leyden, sagt, dass er die Erfahrung gemacht hat, dass die Enthaltsamkeit keine schädigenden Auswirkungen hat.
Hein sagt, dass die sexuelle Enthaltsamkeit für die meisten Männer unschädlich ist.
Prof. von Grutzner schreibt, dass nach seiner Meinung die sexuelle Enthaltsamkeit fast nie schädlich ist.
Prof. Meschede hat während seiner 47 Jahre in der psychiatrischen Praxis, noch nie einen Fall von Geisteskrankheit gesehen,
der durch sexuelle Enthaltsamkeit entstand.
Weber schreibt, dass die Enthaltsamkeit für junge Männer nicht schädlich ist, sondern im Gegenteil, sehr nützlich.
Hoche ist der Meinung, dass sexuelle Enthaltsamkeit nicht schädlich für junge Männer ist und nicht zur Masturbation führt.
Neisser schreibt, dass die meisten jungen Männer heute viel länger enthaltsam leben könnten.
Aschaffenberg schreibt, dass besonders die, die zur Nervosität neigen, keinen Schaden durch sexuelle Enthaltsamkeit erleiden,
wenn ihnen vermittelt wird, dass Enthaltsamkeit nicht schädlich ist.
Moll sagt: "In der heutigen Zeit sind die meisten Mediziner sich darüber einig, dass die sexuelle Enthaltsamkeit im Allgemeinen
nicht schädlich ist." 
Hutchinson sagt: "Der Glaube, dass die Ausübung der sexuellen Funktion für die Gesundheit der Männer erforderlich ist,
ist ein reiner Irrglauben, denn vor der vollkommenen Reife ist sie äußerst schädlich."

Unter den angesehenen Autoritäten der Sexualität, die der Meinung sind, dass die sexuelle Enthaltsamkeit ohne Schden
und nützlich für die Gesundheit ist, gehören folgende Personen:
Forel, Moll, Professor Montegazza, Professor Alfred Fournier, Prof. Dubois; Professor für Neuropathology in Berne;
Prof. Furbringer, Loewenfeld, Krafft-Ebing, Prof. Lydston, Ruggles, Prof. Oesterling aus Tübingen University, Chassaignac,
Professor Beale vom Royal College of London, der angesehene Gynäkologe; Ribbing, die große Autorität, Acton;
der Gynäkologe, Hegar; die angesehene englische Autorität über Physiologie und Sexualität, Marshall;
Dr. L. Robinowitch, Neurologe und Psychiater, früher Präsident der New York Neurological Society;
der angesehene Psychiatert, Dr. Spitzka, ebenfalls einst Präsident der New York Neurological Society;
der New Yorker Gynäkologe und Sexualwissenschaftler, Dr. B.S. Talmey; Professor Sajous, Vorstand der American Endocrinology;
Dr. Bruce von der Universität in Oklahoma,
Professor Brown-Sequard, der weltbekannte Physiologe und Vater der Science of Endocrinology und andere.

Prof. von Gruber aus München, eine herausragende europäische Autorität auf dem Gebiet der Sexualität, schreibt zum Thema
"Die hygienische Bedeutung der Ehe": "Es ist absurd, den Samen als eine ebenso schädliche Sekretion wie den Urin zu betrachten,
der einer periodischen Entleerung bedarf. Vielmehr ist der Samen eine vitale resorbierende Flüssigkeit, die einen heilsamen Effekt
auf die Physiologie hat. Dies wird durch die große Anzahl intellektueller Genies unter Beweis gestellt, die ein enthaltsames
Leben geführt haben."
Dr. Bernard S. Talmey, ein bedeutender amerikanischer Gynäkologe und ebenfalls eine Autorität auf dem Gebiet der Sexualität,
bringt eine ähnliche Meinung zum Ausdruck. Er sagt, dass durch die Abwesenheit von sexuell anregenden Stimulationen,
der Samen und die Spermien in geringeren Mengen produziert werden und vollständig durch die Samenbläschen resorbiert werden.
So wird die Enthaltsamkeit leicht und natürlich. Die Bewahrung des Samens, so behauptete er, ist notwendig, um eine größere
Vitalität für Körper und Geist zu erreichen. Der Verlust des Samens dagegen ist schädlich. Selbstverständlich kann ein Mann
lebenslang, ohne irgendwelche Beeinträchtigungen, enthaltsam leben, dafür aber mit einem Erfolg, wie sie Männern wie
Leonardo da Vinci, Kant, Beethoven, Herbert Spencer (englischer Philosoph - Darwinismus), etc. beschieden war.

Der Neuropathologe Dr. Dubois sagt, dass, im Gegensatz zu den falschen Schlußfolgerungen der Freudschen Schule,
sexueller Genuss und nicht sexuelle Enthaltsamkeit die Ursachen für Neurasthenie ist.
Der Physiologe Professor Alfred Fournier verhöhnte die Idee, dass die Enthaltsamkeit für junge Menschen eine Gefahr sei
und dass er während seiner Jahre der medizinischen Praxis, noch nie solch einen Fall erlebt habe.
Professor Montegazza dagegen, lobte die Vorteile der Keuschheit, für den menschlichen Körper und das Gehirn.
Dr. John Harvey Kellogg (Miterfinder der Cornflakes) weist darauf hin, dass viele der berühmten griechischen Athleten der Antike,
wie Astylos, Dopompos und andere, die von Plato erwähnt wurden, während des Trainings vollkommene Enthaltsamkeit
praktizierten, die zu ihrer außergewöhnlichen Leistung führten.
Professor Furbringer, eine prominente deutsche Autorität auf dem Gebiet der Sexualität, schreibt:
"Sexuelle Enthaltsamkeit ist nach der einstimmigen Meinung der Ärzteschaft nicht gesundheitsschädlich, wie allgemein geglaubt."

Zum Thema "Sexual Hygiene in Married Life" (Sexuelle Hygiene im Eheleben) schrieb er:
"Neurasthenie (Neurasthenie ist eine Nervenschwäche, die sich u.a. durch Erschöpfung, Nervosität, Ermüdung, ausdrückt.)
wird bei einer unverheirateten Person in der Regel nur durch Masturbation oder andere Formen der Wollust ausgelöst."
Der deutsch-österreichische Psychiater Professor Krafft-Ebing, eine große Autorität für sexuelle Fragen, entlarvte die
"Krankheiten durch Abstinenz" als einen Mythos.
Der Gynäkologe Loewenfeld hält es für möglich, dass ein normaler Mensch ohne irgendwelche gesundheitsschädlichen Effekte,
ein Leben lang enthaltsam leben kann.
Der Physiologe und Endokrinologe Prof. F.G. Lydston von der Universität in Illinois, sagte:
"Die Enthaltsamkeit per se ist wahrscheinlich nicht schädlich. Ein häufiger Samenerguss allerdings, führt zu einem
großen Vitalitätsverlust für Körper und Geist."  Seiner Ansicht nach, kann man durch eine lebenslange Enthaltsamkeit
eine perfekte Gesundheit und goße körperliche Energie entwickeln.
Ruggles schreibt: "Die sexuelle Abstinenz ist mit perfekter Gesundheit und einer Erhöhung der Vitalität durch Resorption des Samens, identisch."

Forel, ein berühmter Schweizer Sexualwissenschaftler, sagt:
"Abstinenz oder sexuelle Enthaltsamkeit ist für einen normalen jungen Mann mit einer durchschnittlichen Verfassung keineswegs unpraktikabel."
Er ergänzte: "Heutzutage ist die Idee unter jungen Leuten verbreitet, dass die Enthaltsamkeit etwas Abnormales und Unmögliches ist.
Und dennoch haben viele, die die Keuschheit erprobt haben, festgestellt, dass sie für die Gesundheit nicht schädlich ist."
Dr. Perier weist auf die falsche Ansicht hin, dass die Enthaltsamkeit mit scheinbaren Gefahren verbunden ist und betrachtet sie als
einen physischen, moralischen und geistigen Schutz für junge Männer.
Rohleder betrachtet den Rat der Ärzte, die jungen Männern den Geschlechtsverkehr empfahlen, als skrupellos.
Chassaignac behauptet, um so gesünder der Einzelne, um so leichter fällt ihm die Enthaltsamkeit. Nur die kranken und
neurotischen Menschen finden es schwer, enthaltsam zu leben.
Professor Oesterling aus Tübingen sagt: "Man kann nicht allzu oft wiederholen, dass die Abstinenz und die absolute Reinheit
vollkommen in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Physiologie und Moral sind, und dass sexuelle Ausschweifungen weder
von der Physiologie und Psychologie noch von der Moral und Religion gerechtfertigt werden."

Professor Beale vom Royal College of London, sagt, dass "sexuelle Abstinenz noch nie einem Menschen geschadet hat, wenn sie beachtet wurde."
Der Gynäkologe Ribbing sagt, dass er viele junge Männer kennt, die ohne Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen vollkommen enthaltsam leben.
Clarke sagt, dass Enthaltsamkeit die Gesundheit und Energie erhöht, während die sexuelle Zügellosigkeit genau das Gegenteil bewirkt.
Laut Surbled, sind "die Übel der Unkeuschheit bekannt und unbestritten, die der Enthaltsamkeit dagegen, sind eingebildet."
Die große Autorität, Acton, sagt, dass die populäre Vorstellung, dass die Abstinenz die Ursache für die Impotenz oder
die Verkümmerung des Sexualorgane ist, ist ein schwerwiegender Fehler.
"Keuschheit schädigt weder den Körper noch die Seele", sagt er.
Der Gynäkologe Hegar, ist der Auffassung, dass die "sexuelle Notwendigkeit" ein Mythos, eine Illusion, ist.
Ein weiterer angesehener Gynäkologe weist auf die Notwendigkeit der sexuellen Kontrolle und Enthaltsamkeit hin.
Der bekannte Physiologe Marshall weist in seiner "Introduction to Sex Physiology" (Einführung in die Physiologie der Sexualität)
auf die Notwendigkeit der sexuellen Zurückhaltung für die Sublimation der sexuellen Energie in höhere geistige Formen des Ausdrucks, hin.
Dies kann man bei vielen intellektuellen Genies der Vergangenheit beobachten, die ein enthaltsames Leben führten.
Dr. L. Robinowitch, ein prominenter amerikanischer Neurologe, sagt, dass "die sexuelle Enthaltsamkeit nicht nur harmlos, sondern von Vorteil ist."

Die Zeitschrift "American Medicine" bemerkte in ihrer July-Ausgabe von 1905:
"Es sollte einfach sein, jeden davon zu überzeugen, dass die Enthaltsamkeit als ein normaler Zustand der Zivilisation bezeichnet werden kann."
1906 verabschiedete die "American Medical Association" (Amerikanische Medizinische Gesellschaft) eine Resolution, dass
"die Enthaltsamkeit nicht mit der Gesundheit unvereinbar ist."
Ein internationaler Kongreß in Brüssel erklärte, dass ein keusches Leben nicht schädlich für die männliche Gesundheit ist. Es ist im Gegenteil,
aus Gründen der Hygiene, sogar zu empfehlen. Der Kongress stellte fest: "Es ist in Übereinstimmung mit den meisten großen medizinischen
Kapazitäten, dass es nicht schädlich für die Gesundheit des Menschen ist, seinen Körper rein zu halten."
Die medizinische Fakultät der Universität Christiania (heute Oslo) gab folgende Erklärung ab:
"Die Behauptung, dass ein keusches Leben schädlich für die Gesundheit ist, steht nach unserer einstimmigen Erfahrung,
auf keinem festen Fundament. Wir haben keine Kenntnis über Schäden, die aus einem reinen und moralischen Leben resultieren".

Überzeugende Beweise für einen sofortigen und beachtlich schwächenden Effekt durch einen Orgasmus sind durch eine Studie
belegt worden. Sie sprechen für die Vorteile der Enthaltsamkeit. Diese Studie zeigt, dass die Annahme, dass es so etwas wie eine
"sexuelle Notwendigkeit" gibt, eine Illusion ist. Obwohl der schwächende Effekt auf einen nervlichen Ursprung zurückgeführt wird,
kann es keinen Zweifel daran geben, dass es sich im Wesentlichen um die schädlichen Auswirkungen des Orgasmusses handelt,
der dem Körper Kalzium, Lecithin und andere Stoffe, die für das normale Funktionieren des Nervensystems notwendig sind, entzieht.
Havelock Ellis zitiert in seinen "Studies in the Psychology of Sex" (Studien über die Psychologie der Sexualität) die Beobachtungen
von Dr. F.B.Robinson zu diesem Thema, die im "New York State Medical Journal" (Medizinisches Journal des Staates New York)
veröffentlicht wurden. Er stellte fest, dass ein Hengst, wenn er zum ersten Mal mit einer Stute kohabitiert, nach einem kurzem und
kräftigem Geschlechtsverkehr in eine kurze Ohnmacht fällt, die Dr. Robinson als Gehirnanämie (Sauerstoffarmut im Gehirn) erkannte.
Er erwähnte sogar den Fall einer Stute, die nach einer Kohabitation tot umfiel. Junge Bullen fallen nach dem ersten sexuellen Kontakt
mit einer Kuh häufig in Ohnmacht und es ist sehr häufig zu beobachten, dass ein junger Bulle so ausgelaugt ist, dass er in eine
ruhige Ecke schleicht, um sich für einige Stunden zu erholen. Hunde dagegen fallen nicht in Ohnmacht, weil die sexuelle Vereinigung
zwischen Hunden ausdauernder ist, wodurch der Schock vermieden wird.

Der berühmte russische General Skobeloff starb, als er mit einer Frau mit schlechtem Ruf intim war.
Robinson berichtete von einem Richter, der kurz nachdem er eine Prostituierte in einem Bordell besuchte, starb. Er berichtete außerdem
von einem Siebzigjährigen der ebenfalls nach dem Besuch einer Prostituierten starb. Ebenso erwähnte er den Fall eines 48jährigen
Mannes, der in einem chicagoer Hotel starb, nachdem er Geschlechtsverkehr mit einer gefälligen Witwe hatte. Er spricht vom Fall
eines jungen Mannes, der nach seinem ersten Koitus ohnmächtig wurde und von einem sechzigjährigen Mann, der, unmittelbar
nachdem er Geschlechtsverkehr mit einer fremden Frau hatte, das Zimmer verlies und starb. Solche Todesfälle geschehen
in der Regel älteren Männern als Folge eines Geschlechtsverkehrs mit fremden Frauen, der wahrscheinlich stürmischer und
aufregender ist, als mit der eigenen Ehefrau.
Atilla, der König der Hunnen starb ebenfalls beim Geschlechtsverkehr mit einer jungen Frau.

Acton, die große medizinische Autorität, weist darauf hin, dass bei einigen Personen das Ende des Orgasmus von mehr oder weniger
starken epileptischen Zuckungen begleitet ist. Danach stellt sich eine große Erschöpfung ein. Dies ist ebenfalls in einer sehr
überspitzten Form bei einem männlichen Kaninchen (Rammler) zu sehen, das nach jeder Kopulation in einer Art epileptischen
Anfall auf die Seite fällt, wobei das weiße des Auges sich nach oben dreht. Das Tier zuckt dann krampfartig mit den Hinterbeinen
und hechelt einige Zeit, bis das Nervensystem sich wieder erholt hat.
Acton erwähnt Todesfälle, die in den Bordellen und im Ehebett durch den negativen Einfluss des sexuellen Orgasmus auf das
Nervensystem und den Körper geschahen, insbesondere bei empfindlichen Personen.
In der Insektenkunde (Entomologie) finden sich reichlich Hinweise, dass der Tod des männlichen Insekts unmittelbar nach der Kopulation eintritt.

Geddes und Thomson beziehen sich in ihrem Buch "The Evolution of Sex" (Die Evolution der Sexualität) auf die Tatsache,
dass einige Spinnen normalerweise nach der Befruchtung sterben. Der Tod des männlichen Tieres ist ebenfalls bei anderen Arten zu finden.
Die Verbindung der Fortpflanzung mit dem Tod, ist ebenfalls bei einigen fliegenden Insekten, wie der gemeinen Eintagsfliege, bekannt.
Nachdem der Liebestanz, die Befruchtung, die Eiablage und der Tod der Eltern, sich innerhalb weniger Stunden vollzieht,
kann sich neues Leben entwickeln.
"In höheren Tieren", sagen die Autoren, "ist die Sterblichkeitsrate der Fortpflanzung stark verringert, doch tragische Todesfälle
bestehen auch im menschlichen Leben, als Gegenspieler der (körperlichen) Liebe. Die Wirkung einer vorübergehenden Erschöpfung,
sowie eine verstärkte Anfälligkeit für alle Formen von Krankheiten und eine individuelle Verminderung der Lebensenergie, die sich
sogar bei einer mäßigen sexuellen Ausschweifung einstellt, ist hinlänglich bekannt. Die Fortpflanzung ist der Beginn des Todes."


Quelle/Referenz: Dr R.W.Bernard

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