RoomCap Antennensimulation mit NEC           
  19.3.2007                                    


Es gibt eine ganze Famile von Simulationsprogrammen in der NEC-
Famile wie EZNEC, MMANA, 4NEC2, NEC-2, NEC-4 usw.
Diese können hervorragende Resultate erbringen zum Designen und
Optimieren von Beams und ähnlichen Antennen.

Persönlich habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht zum Optimieren
des Spiderbeams. Die Resultate der Simulationen haben in der
praktischen Erprobung ihre Bestätigung gefunden.

Hingegen gibt es es viele Fälle, wo die Simulation mit NEC-Programmen
versagt.
So kann man z.B. Wirkungsgrade von über 100% erhalten !
(Dies ist aber kein Perpetuum-Mobile, sondern ein Fehler in der
Simulation), oder die Resultate können sehr ungenau werden, wenn die
Durchmesser ändern, verschiedene Dielektrikas vorkommen, usw.

All diese Simulationsprogramme sind primär für Drahtkonstruktionen
entwickelt und sind für andere Konstruktionen nur bedingt verwendbar.

Zu meiner RoomCap Antenne wurde immer wieder die Frage laut,
wie denn das Resultat der Simulation aussehen würde.
Dazu kann ich nur sagen, dass sich diese Konstruktion mit keinem der
heutigen NEC-Programme definieren lässt.
Insbesondere das zentrale Element, der Varylink, lässt sich nicht
definieren. Ein Gedankenaustausch mit dem bekannten NEC-Experten
L.B. Cebik, W4RNL hat ergeben, dass in späteren Erweiterungen
dieser Programme ein Weg gesucht wird auch solche Elemente zu
definieren.

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass der heutige Weg der
Antennenentwicklung über die Computersimulation kein
optimaler Weg ist, da dabei das Finden neuer Konstruktionen
wegen der vielfältigen Limitationen der Simulationsprogramme
verunmöglicht wird.

Wenn wirklich neue Wege und Konzepte gefunden werden sollen,
so ist man auf das Wissen, die Erfahrung und die geistige Kraft
eines Entwicklers angewiesen,  in Verbindung mit Experimenten
in der Praxis.
Der Computer kann dabei viele hilfreiche Funktionen übernehmen,
doch darf man sich nicht viel Neues erhoffen beim "Experimentieren"
mit der Simulation. Wenigstens nicht, bis hier gewaltige
Verbesserungen dieser Programme erfolgt sind.

Felix Meyer HB9ABX


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